Die Tagesetappen sind anspruchsvoll, da fast täglich Auf- und Abstiege von jeweils 1.000 m zu bewältigen sind. Der Wanderer wird für seine Mühen durch die Entdeckung der zahlreichen Quertälern sowie durch die Weitblicke auf die großen, das Tal begrenzenden Viertausender (Mont Blanc, Monte Rosa, Gran Paradiso) belohnt.
Der Weg ist nicht ohne ernste Schwierigkeiten, da die Etappe von La Thuile nach Planaval ohne Gletscherausrüstung nicht empfohlen wird. Eine Ausnahme ist nur bei sehr gutem Wetter, guter Sicht und morgendlicher Kälte möglich. Alternativ kann ein Umweg gegangen werden, der allerdings über mehrere Pässe verläuft und extreme zeitliche und körperliche Anstrengungen auferlegt.
Wir liefen in der zweiten Septemberwoche in der kurzen Phase zwischen dem Ende der italienischen Sommerferien und dem endgültigen Ende der Sommersaison in den Bergen. Im Aostatal schließen Berghütten und Hotels ausnahmslos zwischen Mitte und Ende September, ab dem 20. September gibt es kaum es Unterkünfte. Der Vorteil ist die relative Einsamkeit auf den Wegen zu dieser Zeit. Es lohnt sich jedoch bei der Planung der Tour nicht alleinig auf die Angaben der Öffnungszeiten in den Hüttenverzeichnissen zu verlassen. Diese variieren. Die genauen Angaben erfragt man am Besten telefonisch oder per Email.
Die angegebenen Gesamtzeiten beinhalten Pausen, die Zeitangaben zu den einzelnen Streckenabschnitten sind reine Marschzeiten.
Anreise
Mit dem Wagen über Bern und Martigny. Es kann sowohl der Mont-Blanc-Tunnel wie der Große St.-Bernhard-Pass
befahren werden. Zeitlich kaum ein Unterschied, wohl aber preislich. Für die Befahrung des Mont-Blanc-Tunnels
werden für einen Weg 30 € verlangt. Der St. Bernhard Tunnel kostet 18 €. Der Pass kann umsonst befahren werden.
Von Basel aus ist man in ca. 4 ½ Std. in Courmayeur. Der Skiort auf der italienischen Seite des Montblanc Massivs
ist nicht unbedingt sehenswert, will aber mondän sein und hat entsprechende Preise.
Für ein DZ ist mit 70-80 € zu rechnen.